Die kleinste Zelle unserer Menschgemeinschaft

Ei Gude wie
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Wir Menschen sind biologische Wesen, heißt, wir benötigen Nahrung in fester und in flüssiger Form. Wir Essen und Trinken also. Was noch viel wichtiger ist und vorher kommt, wir benötigen Sauerstoff – wir atmen Luft ein und aus. Was dabei passiert, ist an dieser Stelle nicht so wichtig. Ohne Sauerstoff würden wir jedenfalls ersticken. Daneben sind wir noch sterblich. Das bringt mich jetzt auf den Punkt. Wir pflanzen uns noch fort.

Ein Zweck dieser Aktion ist, dass unsere Art nicht ausstirbt. Jetzt sind wir aber schon so viele. Da fällt das nicht ins Gewicht, wenn einige keine Lust auf Fortpflanzung haben. Bei uns war die Fortpflanzung, also das Kinderkriegen, noch vor Jahren Ehegemeinschaften vorbehalten. Schon wegen der „Aufzucht und Hege“ des Nachwuchses. Uneheliche Kinder hatten einen Makel. Sie waren Außenseiter. Heute ist das anders und das finde ich gut.

Es gibt viele alleinerziehende Mütter und mittlerweile sollen sich auch Väter unter ihnen befinden. Die Patchworkfamilie, deutsch würden wir Stieffamilie sagen, ist heute weit verbreitet. Sie ist eine Familie, bei der mindestens ein Elternteil ein Kind aus einer früheren Beziehung in die neue Familie mitbringt. Zu erkennen ist die Stieffamilie an mehreren Namen an der Haustürklingel.

Die Scheidungsquote in Deutschland betrug 2016 etwa 40 %. 1960 waren es noch etwa 10 %. 2005 war der Höhepunkt mit über 50 %. Seitdem ist die Tendenz fallend. Im Jahr 2022 betrug die Rate rund 35,15 Prozent. Auf drei Eheschließung kamen damit rechnerisch circa eine Scheidung. Es scheint, dass sich beim kleinsten Streit gleich geschieden wird. Die Ehe (von althochdeutsch „Ewigkeit, Recht, Gesetz“) oder Heirat ist eine durch Naturrecht, Gesellschaftsrecht und Religionslehren begründete und anerkannte, zumeist gesetzlich oder rituell geregelte, gefestigte Form einer Verbindung zweier Menschen. Die Partner werden bezeichnet als Ehepaar, Ehepartner, Eheleute oder Ehegatten. Die rechtsgültige Auflösung der Ehe ist die Scheidung. Traditionell wird die Ehe als dauerhafte Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau verstanden, in der beide Verantwortung füreinander übernehmen.

Seit dem 21. Jahrhundert ist in manchen Ländern die Zivilehe, also die vom Staat geregelte und vermittelte Ehe, auch für Partner gleichen Geschlechts geöffnet. Die Bedeutung der Ehe ist stark von den gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen abhängig und hat sich im Zuge der menschlichen Entwicklung immer wieder verändert. Das wird auch so weitergehen. Bei uns ist die Familie gesetzlich geschützt. Ob der Staat, also wir, immer genügend für den Schutz der Familie machen, erlaube ich mir persönlich zu bezweifeln.

Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Denken wir da alle daran? Manchmal habe ich den Eindruck, der Staat, also wir, schauen zu, wie wir uns selbst vernichten. Wir sollten uns wieder einmischen und nicht wegschauen. Fakt ist, die Familie die durch eine Ehe gegründet wird, ist die kleinste Zelle unserer Menschgemeinschaft. Und wenn das Miteinander dort schon nicht funktioniert, wie soll es erst im Großen funktionieren? Danach kommt die Verwandtschaft. Verwandte machen immer Freude: Wenn nicht beim Kommen, dann beim Gehen. Es herrscht also immer Freude über die Anverwandten. Ich wünsche viel Spaß beim Besuch der Angehörigen! Ei Gude, wie!

Zum Autor

Er sei ein waschechter Neuenhaßlauer, sagt er von sich selbst. Helmut Müller (71) ist in Neuenhaßlau als 4. von 7 Kindern geboren und ein typisches Nachkriegskind dazu. Seine Mutter Hessin und evangelisch, sein Vater Sudetendeutscher und katholisch, aber kein Flüchtling, sondern Kriegsgefangener, der nicht in seine angestammte Heimat zurückkonnte. Er wächst in einem 4 Generationen Haus mit den Eltern, sechs Geschwistern, Oma und Opa sowie Onkel und der Ur-Großmutter auf. Der Spielplatz war die Straße. In der Volksschule, die er mit dem Hauptschulabschluss beendete, war deutsch seine erste Fremdsprache, die er lernen musste. In späteren Jahren hat er seine mittlere Reife und das Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung nachgeholt und das Ganze als Diplom Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen. Er war in etlichen Vereinen aktiv. Man könnte ihn getrost als „Vereinsmeier“ bezeichnen. Er hat dabei fast alle Positionen, die ein Vorstand hat, begleitet. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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